| |
|
|
Infotelefon:
033731-10920 |
|
Kamelien
Camellia
japonica, williamsii,
reticulata, sasanqua u.a.
|
|
|
Kamelien sind in,
das ist
nicht mehr zu
übersehen, sind sie doch exzellente Blütensträucher für das
Winterhalbjahr und bedeutend besser und viel leichter zu pflegen, als
man ihnen nachsagt. Bei Vielen halten sich Vorurteile, Kamelien
gedeihen hier bei uns nicht (stimmt absolut nicht), Kamelien sind
schwierig zu kultivieren (stimmt ebenfalls nicht), Kamelien sind nicht
winterhart (stimmt jedenfalls teilweise nicht). Der Oleanderhof
kultiviert seit vielen Jahren Kamelien und aus Erfahrung läßt sich
sagen, dass es bei Kamelien viel weniger Pflegeaufwand bedarf als z.B.
beim Oleander. Allein das Wissen um die Bedürfnisse der Pflanzen führt
zum Erfolg.
Im Laufe von Jahrhunderten entstanden aus den Urformen der
Kamelie (darunter auch die Teepflanze "Camellia sinensis") viele neue
Züchtungen. Leider entstand auch ein Wirrwarr an Namen, so dass es
nicht immer leicht ist, sich zurecht zu finden. Deshalb kann hier auch
keine Garantie für die richtigen Sortenbezeichnungen gegeben werden.
Positiv hat sich jedoch in den letzten Jahren das
Kamelienangebot in Deutschland entwickelt. Es gibt viele
Spezialgärtnereien, die eine große Sortenvielfalt produzieren. Eine
kleine
Auswahl besonders schöner Exemplare können Sie in unserem Kamelienshop
bestellen.
Auf dieser Seite erfahren Sie einiges für eine erfolgreiche
Kamelienkultur.
Warnung!!! Kamelien machen
süchtig.
|
Herkunft der Kamelien
Kamelien stammen aus fernen Ländern. Ihre Heimat liegt in Ostasien, in
einem riesigen Gebiet vom asiatischen Festland, China, Nepal, Korea,
über vorgelagerte Inseln, Japan bis nach Südvietnam. Bevorzugt in
Küstenregionen und Höhenlagen bis über 1000m, wo die Luft neblig und
feucht ist. Dort gibt es Jahreszeiten wie bei uns, mit Kälte und auch
Schnee. |
Die verschiedenen Blütenformen
Die nachfolgende Tabelle informiert Sie über die verschiedenen
Blütenformen bei den Kamelien. So gibt es einfache, halbgefüllte,
vollständig gefüllte, anemonenförmige, rosenförmige und päonienförmige
Blüten. Mit diesen 6 Gruppen lässt sich die enormen Vielfalt der
Blütenformen nur annähernd beschreiben. In der Realität sind auch alle
Zwischenstufen möglich.
| einfach |
halbgefüllt |
gefüllt |
anenonenförmig |
rosenförmig |
päonienförmig |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
Der richtige Standort
Entscheidend für den Erfolg ist der richtige Standort der Kamelien.
Boden, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind entscheidende Faktoren. In
ihrer Heimat finden Kamelien einen lockeren, humosen und sauren
Waldboden. Viel Niederschläge, eine hohe Luftfeuchtigkeit und nur
geringe Temperaturschwankungen innerhalb der auch dort herrschenden
Jahreszeiten sind weitere Faktoren. Unter größeren Bäumen genießen die
Kamelien Schutz vor Sonne und Wind. All dieses sollten wir versuchen,
unseren Kamelien auch hier zu bieten.
|
Pflege der Kamelien
Beherzigt man die Standortbedingungen in der Heimat der Kamelien, läßt
sich für die Pflege hier bei uns folgendes ableiten: Kamelien mögen
einen sauren Boden,
Rhododendronerde ist gut geeignet. Kamelien mögen
eine gleichbleibende
Feuchtigkeit im Wurzelballen. Gegossen wird mit Regenwasser.
Große Temperaturschwankungen innerhalb kurzer Zeit sind zu vermeiden,
sonst droht Knospenfall. Kamelien wollen Halbschatten bis Schatten an
einen geschützten Platz. Gedüngt wird vorsichtig während der
Wachstumszeit. Diese beginnt nach der Blüte und endet im September nach
Knospenansatz. |
Winterhärte
Das
Thema Winterhärte beschäftigt viele
Kamelienfreunde. Wer hätte nicht gern einen großen Kamelienbusch im
Vorgarten, der mitten im Winter (wo doch scheinbar nichts blüht) in
Vollblüte steht?
Die Winterhärte der Kamelien hängt nicht allein von der Sorte ab,
sondern auch wesentlich vom Standort der Kamelie, der Klimazone und dem
Kleinklima im Garten. Kleine Kamelien läßt man im Topf und stellt sie
bei Frost an einen kühlen (nicht über 12°C), hellen und frostfreien
Platz. Frühestens nach 5 Jahren pflanzt man sie dann an einen
geeigneten Standort. |
Winterschutz
Der richtige Winterschutz beginnt schon mit der Auswhl eines geeigneten
Standortes. Ausgepflanze, größere Kamelien benötigen nicht nur wegen
der Kälte, sondern auch wegen der Sonneneinstrahlung einen
Winterschutz. Bei noch gefrorenen Boden muss ein Auftauen der
Triebe und vorzeitiger Austrieb verhindert werden. Ein Nachschub an
Wasser und Nährstoffe ist dann nicht gewährleistet. Deshalb deckt man
die Kamelien mit geeignetem Material ab. Nadelreisig oder auch ein Zelt
aus Schilfmatten sind geeignet. Da Kamelien Flachwurzler sind, deckt
man zusätzlich den Boden mit einer dicken Mulchschicht ab. Sobald eine
frostfreie Periode kommt, entfernt man das Zelt oder das Reisig, um
Licht an die Kamelie zu lassen und die Blütenentwicklung nicht zu
behindern. Tödlich für die Kamelie wäre eine Abdeckung mit Plastik-
oder Noppenfolie. Bei frostfreien Perioden muss zusätzlich gewässert
werden.Viele Kamelien sind häufiger vertrocknet als erfroren.
Kamelien in Töpfen oder Kübeln werden bei Temperaturen unter -5°C in
einen frostfreien Raum gebracht. Dieser sollte hell, kühl (nach
Möglichkeit gerade über den Gefrierpunkt ) und gut gelüftet sein. Um
eine höhere Luftfeuchtigkeit zu erreichen, übersprüht man die Pflanzen
öfter. Sobald eine frostfreie Periode kommt, stellt man sie wieder in
Freie. Dieses hin und her ist nicht nur für Kamelien im Winter
besonders günstig. Auch Oleander, Zitruspflanzen, Oliven und Lorbeer
werden es Ihnen danken. Auch bei Topfkultur darf das Gießen nicht
vergessen werden. |
Krankheiten und Pflegefehler bei Kamelien
Krankheiten bei Kamelien entstehen durch Pflegefehler.
Blatt- und Knospenfall entstehen
hauptsächlich durch Schwankungen in
der Wasserversorgung und Temperatursprünge innerhalb kurzer Zeit.
Knospenfall entsteht nicht durch Hin- und Herstellen oder
Drehen der Töpfe.
Verfärben und Abfallen der Blätter kann
normal sein. Ein Kamelienblatt
hält nicht ewig. Nach ca. 3 Jahren hat es seine Pflicht getan, wird
gelb und fällt ab. Unabhängig davon können Blätter gelb werden bei
Trockenheit (Verdunstungsschutz) und Nährstoffmangel. Flecken auf den
Blätern und braune Ränder deuten auf überdüngung, zu viel Kalk im Boden
oder Trockenheit hin.
Bodenpilze können bei zu großer
Feuchtigkeit im Herbst oder Winter
auftreten. |
Schädlinge an Kamelien
Glücklicherweise treten an Kamelien wenig bis gar keine Schädlinge auf.
Kamelien sind sehr widerstandsfähig, vorausgesetzt es wurden keine
Pflegefehler gemacht. Sollte trotzdem ein Schädlingsbefall stattfinden,
muss man nicht verzweifeln.
Blattläuse können am Neuaustrieb
auftreten. Ein scharfer Wasserstrahl
entfernt sie schnell. Nach einiger Zeit wiederholt man die
Wasseranwendung.
Schildläuse sind etwas hartnäckiger,
sitzen sie doch meist auf der
Blattunterseite und sind dadurch erst spät zu entdecken. Hier hilft
eine mehrmalige Behandlung mit Schädlingsfrei Natureen.
Dann ist da noch der Dickmaulrüßler. Er tritt
selten auf und ist gleich
doppelt gefährlich. Der Käfer frißt die Blätter vom Rand her an. Daran
kann man den Befall erkennen. Die Larven sitzen im Boden und fressen
von den Wurzeln. Also bei Befall auch die Erde sorgfältig nach Larven
durchsuchen. |
Fazit
Der Weg zum Erfolg mit Kamelien ist nicht schwer. Das Problem sind
nicht die Kamelien, sondern wir Menschen, die sie pflegen. Das Wissen
um die Bedürfnisse, etwas Pflege, Beobachtung und Geduld werden zum
gewünschten Erfolg führen.
Viel Erfolg. |
| Hier
gehts zu unserem Kamelienshop. |
|
|
Letzte Aktualisierung dieser Seite:
|