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Kamelien

Camellia japonica, williamsii, reticulata, sasanqua u.a.

Kamelien sind in, das ist nicht mehr zu übersehen, sind sie doch exzellente Blütensträucher für das Winterhalbjahr und bedeutend besser und viel leichter zu pflegen, als man ihnen nachsagt. Bei Vielen halten sich Vorurteile, Kamelien gedeihen hier bei uns nicht (stimmt absolut nicht), Kamelien sind schwierig zu kultivieren (stimmt ebenfalls nicht), Kamelien sind nicht winterhart (stimmt jedenfalls teilweise nicht). Der Oleanderhof kultiviert seit vielen Jahren Kamelien und aus Erfahrung läßt sich sagen, dass es bei Kamelien viel weniger Pflegeaufwand bedarf als z.B. beim Oleander. Allein das Wissen um die Bedürfnisse der Pflanzen führt zum Erfolg.
Im Laufe von Jahrhunderten entstanden aus den Urformen der Kamelie (darunter auch die Teepflanze "Camellia sinensis") viele neue Züchtungen. Leider entstand auch ein Wirrwarr an Namen, so dass es nicht immer leicht ist, sich zurecht zu finden. Deshalb kann hier auch keine Garantie für die richtigen Sortenbezeichnungen gegeben werden.
Positiv hat sich jedoch in den letzten Jahren das Kamelienangebot in Deutschland entwickelt. Es gibt viele Spezialgärtnereien, die eine große Sortenvielfalt produzieren. Eine kleine Auswahl besonders schöner Exemplare können Sie in unserem Kamelienshop bestellen.
Auf dieser Seite erfahren Sie einiges für eine erfolgreiche Kamelienkultur.

Warnung!!! Kamelien machen süchtig.


Herkunft der Kamelien

Kamelien stammen aus fernen Ländern. Ihre Heimat liegt in Ostasien, in einem riesigen Gebiet vom asiatischen Festland, China, Nepal, Korea, über vorgelagerte Inseln, Japan bis nach Südvietnam. Bevorzugt in Küstenregionen und Höhenlagen bis über 1000m, wo die Luft neblig und feucht ist. Dort gibt es Jahreszeiten wie bei uns, mit Kälte und auch Schnee.

Die verschiedenen Blütenformen

Die nachfolgende Tabelle informiert Sie über die verschiedenen Blütenformen bei den Kamelien. So gibt es einfache, halbgefüllte, vollständig gefüllte, anemonenförmige, rosenförmige und päonienförmige Blüten. Mit diesen 6 Gruppen lässt sich die enormen Vielfalt der Blütenformen nur annähernd beschreiben. In der Realität sind auch alle Zwischenstufen möglich.
einfach halbgefüllt gefüllt anenonenförmig rosenförmig päonienförmig
Einfache Blüte Halbgefüllte Blüte Gefüllte Blüte Anemonenförmige Blüte Rosenförmige Blüte Päonienförmige Blüte

Der richtige Standort

Entscheidend für den Erfolg ist der richtige Standort der Kamelien. Boden, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind entscheidende Faktoren. In ihrer Heimat finden Kamelien einen lockeren, humosen und sauren Waldboden. Viel Niederschläge, eine hohe Luftfeuchtigkeit und nur geringe Temperaturschwankungen innerhalb der auch dort herrschenden Jahreszeiten sind weitere Faktoren. Unter größeren Bäumen genießen die Kamelien Schutz vor Sonne und Wind. All dieses sollten wir versuchen, unseren Kamelien auch hier zu bieten.

Pflege der Kamelien

Beherzigt man die Standortbedingungen in der Heimat der Kamelien, läßt sich für die Pflege hier bei uns folgendes ableiten: Kamelien mögen einen sauren Boden, Rhododendronerde ist gut geeignet. Kamelien mögen eine gleichbleibende Feuchtigkeit im Wurzelballen. Gegossen wird mit Regenwasser. Große Temperaturschwankungen innerhalb kurzer Zeit sind zu vermeiden, sonst droht Knospenfall. Kamelien wollen Halbschatten bis Schatten an einen geschützten Platz. Gedüngt wird vorsichtig während der Wachstumszeit. Diese beginnt nach der Blüte und endet im September nach Knospenansatz.

Winterhärte

Das Thema Winterhärte beschäftigt viele Kamelienfreunde. Wer hätte nicht gern einen großen Kamelienbusch im Vorgarten, der mitten im Winter (wo doch scheinbar nichts blüht) in Vollblüte steht?
Die Winterhärte der Kamelien hängt nicht allein von der Sorte ab, sondern auch wesentlich vom Standort der Kamelie, der Klimazone und dem Kleinklima im Garten. Kleine Kamelien läßt man im Topf und stellt sie bei Frost an einen kühlen (nicht über 12°C), hellen und frostfreien Platz. Frühestens nach 5 Jahren pflanzt man sie dann an einen geeigneten Standort.

Winterschutz

Der richtige Winterschutz beginnt schon mit der Auswhl eines geeigneten Standortes. Ausgepflanze, größere Kamelien benötigen nicht nur wegen der Kälte, sondern auch wegen der Sonneneinstrahlung einen Winterschutz. Bei noch gefrorenen Boden muss ein Auftauen der Triebe und vorzeitiger Austrieb verhindert werden. Ein Nachschub an Wasser und Nährstoffe ist dann nicht gewährleistet. Deshalb deckt man die Kamelien mit geeignetem Material ab. Nadelreisig oder auch ein Zelt aus Schilfmatten sind geeignet. Da Kamelien Flachwurzler sind, deckt man zusätzlich den Boden mit einer dicken Mulchschicht ab. Sobald eine frostfreie Periode kommt, entfernt man das Zelt oder das Reisig, um Licht an die Kamelie zu lassen und die Blütenentwicklung nicht zu behindern. Tödlich für die Kamelie wäre eine Abdeckung mit Plastik- oder Noppenfolie. Bei frostfreien Perioden muss zusätzlich gewässert werden.Viele Kamelien sind häufiger vertrocknet als erfroren.
Kamelien in Töpfen oder Kübeln werden bei Temperaturen unter -5°C in einen frostfreien Raum gebracht. Dieser sollte hell, kühl (nach Möglichkeit gerade über den Gefrierpunkt ) und gut gelüftet sein. Um eine höhere Luftfeuchtigkeit zu erreichen, übersprüht man die Pflanzen öfter. Sobald eine frostfreie Periode kommt, stellt man sie wieder in Freie. Dieses hin und her ist nicht nur für Kamelien im Winter besonders günstig. Auch Oleander, Zitruspflanzen, Oliven und Lorbeer werden es Ihnen danken. Auch bei Topfkultur darf das Gießen nicht vergessen werden.

Krankheiten und Pflegefehler bei Kamelien

Krankheiten bei Kamelien entstehen durch Pflegefehler.
Blatt- und Knospenfall entstehen hauptsächlich durch Schwankungen in der Wasserversorgung und Temperatursprünge innerhalb kurzer Zeit. Knospenfall entsteht nicht durch Hin- und Herstellen oder Drehen der Töpfe.
Verfärben und Abfallen der Blätter kann normal sein. Ein Kamelienblatt hält nicht ewig. Nach ca. 3 Jahren hat es seine Pflicht getan, wird gelb und fällt ab. Unabhängig davon können Blätter gelb werden bei Trockenheit (Verdunstungsschutz) und Nährstoffmangel. Flecken auf den Blätern und braune Ränder deuten auf Überdüngung, zu viel Kalk im Boden oder Trockenheit hin.
Bodenpilze können bei zu großer Feuchtigkeit im Herbst oder Winter auftreten.

Schädlinge an Kamelien

Glücklicherweise treten an Kamelien wenig bis gar keine Schädlinge auf. Kamelien sind sehr widerstandsfähig, vorausgesetzt es wurden keine Pflegefehler gemacht. Sollte trotzdem ein Schädlingsbefall stattfinden, muss man nicht verzweifeln.
Blattläuse können am Neuaustrieb auftreten. Ein scharfer Wasserstrahl entfernt sie schnell. Nach einiger Zeit wiederholt man die Wasseranwendung.
Schildläuse sind etwas hartnäckiger, sitzen sie doch meist auf der Blattunterseite und sind dadurch erst spät zu entdecken. Hier hilft eine mehrmalige Behandlung mit Schädlingsfrei Natureen.
Dann ist da noch der Dickmaulrüßler. Er tritt selten auf und ist gleich doppelt gefährlich. Der Käfer frißt die Blätter vom Rand her an. Daran kann man den Befall erkennen. Die Larven sitzen im Boden und fressen von den Wurzeln. Also bei Befall auch die Erde sorgfältig nach Larven durchsuchen.

Fazit

Der Weg zum Erfolg mit Kamelien ist nicht schwer. Das Problem sind nicht die Kamelien, sondern wir Menschen, die sie pflegen. Das Wissen um die Bedürfnisse, etwas Pflege, Beobachtung und Geduld werden zum gewünschten Erfolg führen.
Viel Erfolg.
Hier gehts zu unserem Kamelienshop.
Letzte Aktualisierung dieser Seite:
12.02.2015 / 13:09
Kamelie California
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