Schädlinge
|
 |
Oleanderpflanzen
sind ohne
Pflanzenschutzmaßnahmen permanent von Schädlingen
befallen. Ein Hauptproblem
sind
dabei die Spinnmilben.
Sie sind ständig in der
Luft und Oleander scheint für sie ein Leckerbissen zu sein. Mehr
Informationen über Schädlinge am Oleander gibt es auf dieser Seite.
Entsprechende Fotos werden nachgereicht.
Alle hier genannten Pflanzenschutzmittel können im Oleandershop bestellt
werden. |
Spinnmilben
|
| -
Symptome |
| Die
für Oleanderpflanzen gefährlichsten Schädlinge sind die Spinnmilben.
Dabei sind sie so klein, dass sie mit dem bloßen Auge kaum sichtbar
sind. Für Spinnmilben ist der Oleander ein besonderer Leckerbissen. Sie
sind in der Luft und werden ständig angeweht. Besonders
Oleanderpflanzen, die geschützt an einer Hauswand oder in einer
Hausecke stehen, werden von Spinnmilben regelrecht überfallen, die dann
ihr saugendes Unwesen treiben. Bei Oleanderpflanzen, die frei und immer
etwas im Zug stehen, ist der Befall erheblich geringer und kann
teilweise vernachlässigt werden. Sichtbar wird der Befall, wenn die
Blätter im Anfangsstadium entlang der Mittelrispe hell und weiß
gesprenkelt werden. Die Hauptzahl der Spinnmilben sitzt auf der
Blattunterseite. Später ist das gesamte Blatt befallen und wirkt
silbrig. In den Blattachseln und unter den Blättern ist ein
spinnwebartiger Flaum zu entdecken. Bei starkem Befall ist die gesamte
Pflanze betroffen und es kommt zum frühzeitigem Blattfall. Blätter, die
einmal von Spinnmilben ausgesaugt wurden, erhalten auch nach
erfolgreicher Behandlung ihre grüne Farbe nicht zurück. |
| -
Abhilfe |
| Gegen Spinnmilben gibt es im Handel eine Reihe
wirksamer
Präparate, auf die man zurückgreifen kann. Beim Autor hat sich ein
Mittel auf Rapsölbasis bewährt, welches mindestens zweimal im Jahr
angewendet wird. Dabei sollte die gesamte Pflanze, auch und
besonders
die Blattunterseiten, tropfnass eingesprüht werden. Die
Blattunterseiten erreicht man am besten, indem man die gesamte Pflanze
mit Kübel umlegt, erst die eine Hälfte einsprüht, dann den Kübel um
180° dreht und nun die zweite Hälfte einsprüht. Wenn man mehrere große
Oleanderpflanzen hat, werden alle übereinander gelegt und beginnt mit
dem Einsprühen des Obersten. Das durchlaufende Spritzmittel erreicht so
schon die darunter liegenden Pflanzen und wird bestmöglich ausgenutzt.
Das Präparat hinterlässt einen öligen Film, unter dem die Spinnmilben
ersticken. Bei praller Sonne sollte diese Behandlung nicht durchgeführt
werden. Entweder rückt man in den Schatten oder wartet auf eine
bewölkte Wetterphase. Der Autor empfiehlt eine Behandlung im Frühjahr
nach dem Ausräumen und eine im Herbst vor dem Einräumen. Bei starkem
Befall sollte natürlich sofort gehandelt werden und die Behandlung ist
nach ca. 10 Tagen zu wiederholen. Auf eventuelle Blüten brauch keine
Rücksicht genommen werden. Sie nehmen durch die Behandlung keinen
Schaden. |
Schildläuse
|
| -
Symptome |
| Schildläuse
zählen zu den hartnäckigen Schädlingen. Sie sind braun bis schwarz, ca.
3mm groß und sitzen bei Befall auf der Blattunterseite und an alten
Trieben. Es sind kleine, schildartige Läuse, die einen klebrigen Saft
ausscheiden. Meist wird zuerst dieser klebrige Saft entdeckt, bevor der
Befall mit Schildläusen wahrgenommen wird. Auch treten vermehrt Ameisen
an der Pflanze auf. Sie naschen von dem für sie wohl süßen Saft. Auf
dem klebrigen Saft siedeln sich dann nach längerer Zeit Rußtaupilze an,
die eine schwarzen Belag hinterlassen. |
| -
Abhilfe |
| Bei
Befall mit Schildläusen gibt es einige Möglichkeiten, um sie zu
bekämpfen. |
| 1. Beim Kauf
sollte man unbedingt auf
schildlausfreie Pflanzen achten. Ein Neubefall mit Schildläusen ist
praktisch nicht möglich, es sei denn, man stell die neue Pflanze
zuhause direkt neben eine befallene Pflanze auf. Bei direktem Kontakt
werden die Schildläuse übertragen. |
| 2.
Bei geringem
Befall können die Schildläuse mechanisch entfernt werden. Dazu nimmt
man einen Holzstab oder einen Lappen, den man mit Schmierseife getränkt
hat. |
| 3. Bei stärkerem Befall
ist die mechanische
Entfernung der Läuse zu aufwendig. Dann müssen die Pflanzen mit einem
entsprechenden Mittel eingesprüht werden. Dazu eignet sich
Schmierseife. Diese löst die Schildläuse vom Untergrund. Nach einer
gewissen Einwirkzeit spritzt man die Pflanze mit einem scharfen
Wasserstrahl ab. Als weiteres Spritzmittel kann auch das gegen
Spinnmilben zum Einsatz kommende Präparat auf Rapsölbasis genannt
werden. Der ölige Film lässt die Läuse ersticken. Bei beiden Varianten
dürfen die Blattunterseiten nicht vergessen werden, da genau hier die
Schädlinge verstärkt vorkommen. Auch muss die Behandlung nach einigen
Tagen wiederholt werden. |
| 4.
Werden Oleanderpflanzen
stark zurückgeschnitten, sollte immer auf Schildläuse kontrolliert
werden. Jetzt ist eine Behandlung durch das geringere Volumen der
Pflanze einfacher. Stark befallene Blätter können auch entfernt werden.
Sie werden verbrannt oder entsorgt und gehören nicht auf den Kompost. |
Blattläuse
|
| -
Symptome |
| Blattläuse
sind kleine, saugende Insekten. Sie gehören drinnen wie draußen zu den
häufigsten, bei weitem aber nicht gefährlichsten Schädlingen.
Blattläuse kommen bei Oleanderpflanzen nur am Neutrieb oder an
Blütenständen vor, also an den weichen Teilen der Pflanze. Es gibt
grüne, gelbe und schwarze Blattläuse. Ihr Schaden besteht weniger in
der Entnahme des Pflanzensaftes, vielmehr wird die Pflanze durch die
Ausscheidungen der Läuse geschädigt. Dieser klebrige Saft bewirkt
Blattrollen, Blattverfärbungen, Trieb- und Blütenanomalien. Außerdem
lockt der Saft Ameisen an und fördert das Ansiedeln von Rußtaupilzen. |
| Gelbe
Blattläuse am
Neutrieb |
Gelbe
Blattläuse am
Blütenstand |
 |
 |
|
| -
Abhilfe |
| Blattläuse
lassen sich relativ leicht bekämpfen. |
| 1.
Bei geringem
Befall spritzt man die befallenen Stellen mit einem scharfen
Wasserstrahl ab. Dies wiederholt man mehrmals in Abständen von einigen
Tagen. |
| 2. Bei starkem Befall
sprüht man die befallenen
Stellen mit einem gegen Blattläuse wirksamen
Insektizid ein. Die Läuse sterben innerhalb kurzer Zeit ab. Die
befallenen Stellen sollten dann zusätzlich noch mit einem scharfen
Wasserstrahl gesäubert werden, um den klebrigen Belag zu entfernen. |
| 3.
Bei kleinen Pflanzen können vorbeugend Pflanzenschutzstäbchen zum
Einsatz kommen. Diese wirken systemisch. Dabei wird der Wirkstoff über
die Wurzeln aufgenommen und mit dem Saftstrom innerhalb der gesamten
Pflanze verteilt. Dadurch werden auch versteckt sitzende Schädlinge
erreicht. Bei großen Pflanzen ist der Einsatz der Stäbchen aus
Kostengründen wenig sinnvoll. |
| 4.
Bei starkem Befall
und großem Pflanzenbestand kann auch der Einsatz von Nützlingen in
Erwägung gezogen werden. Nützlinge sind auch Insekten, sie schädigen
jedoch nicht die Pflanze, sondern ernähren sich von den Schädlingen. |
Wollläuse
|
| -
Symptome |
| Wollläuse
treten bei Oleanderpflanzen recht selten auf. Sie saugen ebenfalls vom
Pflanzensaft und scheiden einen weißen Wachsbelag aus, der an
Wollbällchen erinnert. Daher auch der Name. Meist sitzen sie nur an den
Triebspitzen und dort in den Blattachseln. Die Wollbällchen bieten dem
Schädling einen gewissen Schutz. |
| -
Abhilfe |
| Sind
Oleander von Wollläusen befallen, greifen die gleichen
Pflanzenschutzmaßnahmen, wie sie bei Schild- und Blattläusen
beschrieben wurden. |